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Ausbildung „Reittherapeutin BLVThR“ im RTZ Larrieden

 

Ein Bericht aus der Praxis

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Es begann im Februar 2010 an einem eiskalten, tiefverschneiten Wochenende. Zusammen mit 6 weiteren jungen Damen begannen wir unsere Ausbildung zur Reittherapeutin. Der erste Teil bestand im Erwerb der Befähigung zum Betreuer und Helfer im Therapeutischen Reiten. Wir trainierten uns im Longieren der Pferde, lernten die Arbeit am langen Zügel und an der kurzen Longe, übten Reiter von der Rampe aus auf das Pferd zu setzen und während sie ritten zu sichern. Viele praktische Einheiten wechselten mit dem Erwerb von theoretischem Hintergrundwissen ab. Eine besondere Herausforderung stellte die Prüfung zum Sachkundenachweis dar. Zur Vorbereitung erhielten wir einen mehrseitigen Fragenkatalog, zu dem wir Antworten fanden, z.T. mit Hilfe eines bekannten Tierarztes. Dank Internet herrschte zwischen uns Teilnehmern ein reger Austausch. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Wir alle legten im April eine hervorragende Prüfung ab. Nun folgte die Aufnahmeprüfung zum Fachübungsleiter im Reitsport für Behinderte. Einige von uns mussten dazu erst die Reitprüfung ablegen, die anderen hatten das Reitabzeichen in Bronze. Bis zum Beginn des zweiten Teils der Ausbildung hatten wir alle viel zu tun, denn wir mussten noch einige Praktikumsstunden ablegen, um zugelassen zu werden. Doch im September war es dann schließlich so weit. Wir trafen uns zur Ausbildung des Fachübungsleiters. Nun lag der Schwerpunkt auf dem Reiten und dem Erteilen von Unterricht. Dazu gab es wieder viel Hintergrundwissen, worauf man achten musste, wenn Menschen mit Handicap reiten wollten. An einem eiskalten und verschneiten 1. Adventswochenende 2010 legten wir unsere Prüfung ab. Wir ritten, erteilten Unterricht, arbeiteten mit den Pferden an der Hand und legten einen theoretischen Test ab. Dank der intensiven Vorbereitung gelang es uns wieder mit guten und sehr guten Ergebnissen abzuschließen. Im Frühjahr 2011 begann schließlich mit den PTP Seminaren der letzte Abschnitt zur Ausbildung zum Reittherapeuten. 4-mal im Jahr trafen wir uns wieder in Larrieden in den nächsten beiden Jahren zu 8 PTP-Seminaren mit unterschiedlichen Schwerpunkten und lernten dabei viel über die Möglichkeiten des Therapeutischen Wirkens auf dem Pferd. Gleichzeitig absolvierten wir in Augsburg den Trainer-C-Lehrgang „allgemeiner Behindertensport“. 2012 begannen wir alle mit unserem Projekt für die Facharbeit. Dazu musste ein Gruppenprojekt und ein Einzelprojekt im Therapeutischen Reiten entwickelt und durchgeführt werden. Dabei hatte jeder die Möglichkeit einen eigenen Schwerpunkt zu setzen, je nachdem, ob die Gruppe oder die Einzelförderung im Vordergrund stehen sollte. Diese Facharbeit wurde dem Prüfungsausschuss vorgelegt und im Dezember 2012 schließlich stellten wir unsere Arbeit in einem Colloquium der Kommission und unseren Mitstreitern vor. Alle unsere Arbeiten fanden große Anerkennung und wir erhielten das Zertifikat „Reittherapeutin BLVThR“ und waren damit am Ende unserer Ausbildung angekommen. Es waren 3 sehr lehrreiche und ereignisreiche Jahre gewesen. Doch weil Stillstand Rückschritt ist, haben wir beschlossen weiterzumachen: durch gemeinsame Treffen an unseren unterschiedlichen Standorten, Austausch über Klienten, Fortbildungen, neue Ideen und Treffen beim Qualitätszirkel in Larrieden.

 



 

 

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